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Djerba: Geheimtipp für Urlauber

TIERBEOBACHTUNGEN AUF
DER SÜDTUNESISCHEN FERIENINSEL

 

TEXT UND FOTOS: ANDREAS MEIER
Diese hochinteressante und ausführliche Zusammenfassung  stammt aus der Feder von Herrn Andreas Meier aus der Schweiz. Wer Interesse daran hat, kann direkt beim Autor für 5.- Euro das Buch über Vogelbeobachtungen auf Djerba bestellen. Adresse und Email für Rückfragen bzw. Bestellungen finden Sie HIER

Einleitung:

Wer Reiseführer durchstöbert, wird kaum auf Hinweise treffen, welche Djerba als lohnenswertes Ziel für Naturfreunde ausweisen. Ein Besuch im Sommerhalbjahr, der Hauptreisezeit der vielen Badegäste, scheint dies zu bestätigen. Das unter dem Einfluss von regenarmem Klima stehende Eiland vor der Küste Tunesiens präsentiert sich als landschaftlich eher schmucklose, flache, staubige Insel, die teilweise recht dicht besiedelt ist. Zudem ist der nordöstliche Teil der Küste fast vollständig mit Hotels und weiteren touristischen Einrichtungen “erschlossen”. Wer nach ornithologischen “Leckerbissen” Ausschau hält, findet allenfalls in der mit teilweise jahrhundertealten Olivenbäumen bestandenen Landschaft oder in den Palmenhainen einige wenige Arten. Dazu zählen beispielsweise die allgegenwärtigen Palmtauben, Raubwürger und dann und wann auch Steinkäuze oder Wiedehopfe. Die Büsche werden vor allem von Brillen- und Samtkopfgrasmücken bewohnt. Auch die Küstenbereiche sind ornithologisch wenig ergiebig, abgesehen von einzelnen Reihern, Kormoranen oder Seeschwalben.

Im Laufe des Herbstes erfährt die Natur jedoch  eine wundersame Verwandlung. Nach den ersten Regengüssen, die üblicherweise Ende September und im Oktober fallen, beginnt die Insel zu ergrünen und bald blühen auch schon die ersten Pflanzen. In der gleichen Periode treffen nun auch tagtäglich Zugvögel ein, die hier überwintern. Dies sind vor allem Wasservögel, die in den Küstenbereichen einen ausserordentlich nahrungsreichen Lebensraum vorfinden, welcher dem des Wattenmeeres in Norddeutschland sehr ähnlich ist. Das gesamte Meer rund um die Insel ist extrem flach abfallend. So beträgt die Wassertiefe 9 Kilometer vor der Küste von Houmt Souk, dem Hauptort Djerbas, lediglich 5 Meter! Bei Ebbe werden deshalb immense Schlickflächen frei, welche von den tausenden von Watvögeln, Reihern, Löfflern und Flamingos zur Nahrungssuche genutzt werden. Weitere Niederschläge während des Winters sorgen dafür, dass die Insel mit bunten Blumenteppichen überwachsen wird. Djerba zeigt sich dann in einem ungewohnten Kleid

Ein Besuch der Insel im Winterhalbjahr wird deshalb, entgegen aller Literatur, zu einem aufregenden naturkundlichen Erlebnis.

Mit der vorliegenden Zusammenfassung eines Naturführers über Djerba möchte ich all jene Naturfreunde, die sich entschliessen, vielleicht einmal im Winter der Kälte Europas zu entfliehen, dazu animieren, mit Feldstecher und Fotoapparat die Ferieninsel nach interessanten Tier- und Pflanzenarten abzusuchen.

Seltener Wintergast auf Djerba: Purpurreiher

Landschaften, Geographie:

Die mit einer Fläche von 538 km2 grösste Insel Nordafrikas weist fast durchwegs eine flache Oberflächengestalt auf. Die höchste Erhebung im Süden erreicht gerade mal 52 Meter. Beim Hafenort Ajim (Adjim) ist Djerba nur durch eine 2,5 Kilometer breite Rinne vom Festland getrennt. Regelmässig verkehrende Fähren ermöglichen die Ueberfahrt. An der Südostspitze bei El Kantara ist die Insel mit dem Kontinent durch einen etwa 6 Kilometer langen Damm verbunden, der schon zur Römerzeit existierte. Rund um das Eiland verläuft ein Gürtel von Untiefen und flachem Wasser. Nur der nordöstliche Teil ist, begünstigt durch die traumhaften Sandstrände, touristisch erschlossen. Die restlichen Küstenabschnitte sind weitgehend unverbaut und naturnah geblieben und werden in der Regel nur von einheimischen Fischern und Muschelsuchern besucht. Die Gewässer rund um Djerba gelten als sehr fischreich.

Auf der gesamten Insel gedeihen über 500'000 Olivenbäume und weit über eine Million Dattelpalmen, die der Landschaft ihr typisches Aussehen verleihen.

Von den etwa 160'000 Einwohnern leben rund 40'000 im Hauptort Houmt Souk. Viele Ortschaften sind keine Dörfer im eigentlichen Sinne des Wortes. Es sind in der Regel Marktplätze, in deren Umgebung weit verstreut viele einzelne Gehöfte und Wohnhäuser mit ihren Gärten zu finden sind. Diese Gartenlandschaften bedecken einen Grossteil Djerbas und verleihen der Insel den besonderen Charme.

Das ganze Gebiet ist durch ein Netz von Strassen und Pisten erschlossen und kann bequem entweder mit dem Fahrrad oder aber mit dem Auto erkundet werden.

Für die vorgeschlagenen Exkursionen ist ein Mietwagen von Vorteil. Da Autos in Tunesien unter die Luxussteuer fallen, ist die Miete jedoch nicht ganz billig ( ca. 50.- Euro pro Tag). Eine Alternative bieten die vielen (gelben) Taxis, die fast überall problemlos für solche Ausflüge “gemietet” werden können.

Klima, Reisezeit:

Djerba liegt im Bereich des vom Mittelmeer beeinflussten Steppenklimas. Regen ist selten und fällt unregelmässig während der Wintermonate. Die gesamte Niederschlagsmenge beträgt im Durchschnitt 250 mm. Allerdings sind sie starken Schwankungen unterworfen. Mai bis September ist Trockenzeit, in welcher die Durchschnittstemperaturen stets über 20°C liegen. November bis April ist recht angenehm, frühlingshaft bis hochsommerlich. Da die interessante Beobachtungszeit zwischen Oktober und März liegt, bieten sich somit ideale äussere Bedingungen für Exkursionen. Entgegen den Angaben vieler Reiseführer und Ferienprospekte ist das Wetter auf Djerba von anfangs Dezember bis etwa Mitte März in der Regel recht unbeständig, und es können längere Perioden mit Regen, vor allem aber mit bedecktem Himmel auftreten. Auch entstehen über Nacht gerne Bodennebel, die sich oft erst gegen Mittag auflösen. Dies gestaltet dann das Beobachten von Tieren (speziell Vögel) ,über grössere Distanzen oft schwierig. Deshalb empfehle ich einen Aufenthalt entweder im Oktober/November oder aber von Mitte Februar bis etwa Mitte April.

Unterkünfte, Anreise

Djerba ist touristisch sehr gut erschlossen und wird von fast allen Reiseunternehmen angeboten. Es gibt Hotels (alle an der Nordostküste gelegen) und Arrangements in allen Preisklassen. Warum sich nicht ein wenig verwöhnen lassen und zugleich auch naturkundliche Ausflüge unternehmen?

Flora und Fauna:

Was die Vogelwelt betrifft, wird diese in den einzelnen Kapiteln der Beobachtungsziele abgehandelt.

Die Säugetierwelt ist eher bescheiden. Relativ häufig ist das Vorkommen des Fuchses (selbst in den Vororten von Houmt Souk gesichtet!). Feldhasen, Igel, sowie einige Nagetiere sind ebenfalls heimisch. Auf dem Festland leben neben zahlreichen Sandrennmäusen auch noch Schakale, die aber meist nur während der Dämmerung oder nachts zu beobachten sind.

Skorpione (verschiedene Arten) leben sowohl auf Djerba als auch auf dem Festland in steinigen Gebieten, oder aber in Siedlungen. Diese sind jedoch ausschliesslich nachtaktiv.

Zuweilen begegnet man auch Eidechsen (z.B. Fransenfinger, in sandigen Lebensräumen auch Skinke)

Der wenige Regen, die glühende Hitze und der hohe Verdunstungsgrad sind die wesentlichen Hindernisse für das Entstehen einer Pflanzendecke. Meist erscheint das Land öde und staubig. Dies ändert sich jedoch im Verlaufe des Winterhalbjahres. Schon im November bildet sich nachts starker Tau, der das Land allmählich ergrünen lässt. So können schon Ende November zwischen Palmenhainen und auf Äckern gelbblühende Blumenteppiche bewundert werden, und vielerorts spriessen lila gefärbte Lilien (einem Krokus ähnelnd) aus dem Boden. Es lohnt sich daher, das Land auch nach botanischen Kostbarkeiten abzusuchen.

 


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